Die Diakonie als religiöser Wohlfahrtsdienst hat besondere Rechte, was zum Beispiel das Arbeitsrecht angeht. So gibt es den kirchlichen Sonderweg. Arbeitnehmer der Diakonie dürfen zum Beispiel nicht streiken. In der Kirche und Diakonie gibt es also ein eigenes Arbeitsrecht. Dieses ist unter anderem in der „Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes“ (AVR-Caritas) festgeschrieben. Diese sind das Regelwerk, nach dem die hauptamtlichen Mitarbeitenden der Einrichtungen und Dienste in der Caritas beschäftigt und entlohnt werden. Die rund 525.000 Beschäftigten der Diakonie bekommen ein Gehalt nach den AVR-Richtlinien. Wir zeigen an Hand der AVR-Gehaltstabelle, wie viel Beschäftigte bei der Diakonie verdienen. Die meisten diakonischen Unternehmen sind organisiert im Arbeitgeberverband „Verband diakonischer Dienstgeber Deutschlands“ (VdDD). Für ArbeitnehmerInnen bei kirchlichen Einrichtungen gilt nicht das herkömmliche Arbeitsrecht. ver.di kritisiert, dass sie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zweiter Klasse seien. Denn das Betriebsverfassungsgesetz und Tarifverträge zählen hier nicht.

ver.di will das ändern und fordert eine bessere betriebliche Mitbestimmung, gleiche Standards wie im öffentlichen Dienst und Schutz durch Tarifverträge. Bisher bestehen Tarifverträge zwischen ver.di und der Diakonie z.B. in der Nordkirche, der Stadtmission Heidelberg, und der Diakonie Niedersachsen. Zum Wohlfahrtsverband Diakonie gehören 17 Landesverbände. Kirchen sind der zweitgrößte Arbeitgeber nach dem öffentlichen Dienst. Allein in der Diakonie, dem Wohlfahrtsdienst der evangelischen Kirche, arbeiten 525.000 Beschäftigte. Sie arbeiten etwa in der Altenpflege, der Kinder- und Jugendhilfe, der Krankenpflege oder der Behindertenhilfe. Sie alle kümmern sich um rund 10 Millionen Menschen, die Pflege, Betreuung oder Hilfe benötigen. In der AVR regelt die Diakonie Urlaubstage, Gehälter, Arbeitszeiten usw. Die Leitrichtlinien einschließlich Leittarif für die Berufe am Menschen bei der Diakonie heißen AVR. DD. Zusätzlich gibt es verschiedene regionale Richtlinien einschließlich Tarife, die davon abweichen.

Auf der Internetseite weist die Diakonie deshalb darauf hin, dass in derselben Stadt ErzieherInnen bei unterschiedlichen Trägern ein unterschiedliches Gehalt erhalten. Nachfolgende Gehaltstabelle gilt nicht für die Verbände Bayern, Hessen und Nassau sowie der Tarifbereich Ost. Für die Diakonie arbeiten rund 525000 Menschen. Sie kümmern sich täglich um fast 10 Millionen ParientInnen und Hilfesuchende. Circa 30 Prozent davon sind der Pflege tätig, 25 Prozent in der Kinder- und Jugendhilfe, 21 Prozent in der Krankenhilfe und 18 Prozent in der Behindertenhilfe. Zudem setzen sich noch 700.000 Menschen ehrenamtlich für die Diakonie ein. Der evangelische Wohlfahrtsverband ist in folgenden Bereichen aktiv:.


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